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Thesaurus-Viewer

Der frei zugängliche Thesaurus-Viewer findet sich unter copernico.eu/de/hit-viewer (↗) bzw. per Klick auf das nebenstehende Bild.

Wichtig: Die im Viewer abgebildete Thesaurus-Struktur befindet sich aktuell noch in Entwicklung.


FAQ

Warum gibt es diese merkwürdige Struktur und Aufteilung der Begriffe? Warum sind die Datensätze nicht einfach nach Themen oder Epochen sortiert?

Informationswissenschaftliche Thesauri wie der HIT organisieren und ordnen ihre Begriffsdatensätze nicht thematisch oder nach Sach- oder Fachgebieten, sondern primär in einer polyhierarchischen, logischen Baumstruktur (Tree). Die ‚Köpfe‘ dieses Baumes bilden möglichst wenige, inhaltlich klar voneinander getrennte Oberbegriffe bzw. Basiselemente auf oberster Ebene, über die der Thesaurus in mehrere große Teilbäume aufgeteilt wird (Facetten). ‚Logisch‘ ist hier im Sinne formaler Logik bzw. der Aussagenlogik gemeint: Jede hierarchische Relation drückt zugleich die logische Beziehung eines Oberbegriffes zu einem Unterbegriff aus. Diese Form der Datenstruktur ist wichtig: Sie kann beispielsweise navigiert, in Suchszenarien eingebunden, abgefragt, und diese Abfrage auch mithilfe des Baumes beliebig erweitert oder eingegrenzt werden. Der „Historische Thesaurus“ steht dabei vor der Herausforderung, ein logisches Gerüst für einen inhaltlich de facto universalen Begriffsbedarf schaffen zu müssen – über Epochen, (Teil-)Disziplinen, Themen-, Lebens- und Gesellschaftsbereiche hinweg.


Um die Nutzung des Thesaurus dennoch zu vereinfachen und einen leichten Zugriff auch auf thematisch zusammengehörige (oder aus anderen Gründen gemeinsam benötigte) Begriffe zu ermöglichen, werden sukzessive Auswahlvokabulare bereitgestellt. Diese Auswahlvokabulare werden in der von uns genutzten Vokabularverwaltungssoftware (digiCULT.xTree) in einer flankierenden „Systematik“ verwaltet. Die Zuordnung eines Begriffes zu einem solchen Auswahlvokabular ist in den Export-Dateien der Linked Open Data-Schnittstelle leicht erkenn- und abfragbar. Im Viewer kann auf diese Auswahlvokabulare zunächst noch nicht zugegriffen werden.

Warum sind so viele Begriffe noch nicht in dieser Struktur, sondern in ‚provisorischen‘ Ordnern untergebracht?

Die Thesaurusstruktur ist an vielen Stellen noch in Entwicklung, im Arbeitsalltag stehen zudem aus Kapazitätsgründen zunächst die redaktionelle Bearbeitung und die schnellstmögliche Bereitstellung der Datensätze im Vordergrund. Auch der Onlinegang des Viewers machte größere Neuordnungen erforderlich. Daher befinden sich viele Datensätze aktuell noch in provisorischen Listen, die jedoch sukzessive abgebaut werden.

Warum gibt es meine historischen Sachbegriffe im – doch eigentlich „historischen“ – Thesaurus nicht?

Die Aufnahme neuer Begriffe erfolgt in erster Linie bedarfsorientiert. Wir erstellen neue Datensätze nicht einfach beliebig, sondern redigieren und integrieren neue Begriffe auf eine entsprechende Bedarfsanmeldung hin und ergänzen sie gegebenenfalls sinnvoll um Begriffe, die vor dem Hintergrund der terminologischen Kontrolle und Strukturbildung ebenso relevant sind. Der Thesaurus ist damit eine der wenigen Anlaufstellen, um überhaupt hochspezialisierte historische Begriffsbedarfe nachhaltig einbringen zu können. Umgekehrt ist es dadurch gerade in der Anfangszeit unvermeidlich, dass auch eigentlich gängige Fach- und Forschungsbegriffe oder bestimmte Begriffsgruppen (noch) nicht verfügbar oder sichtbar sind.

Bildet der Viewer alle Daten im Thesaurus ab, sind die Datensätze vollständig?

Nein, der Viewer zeigt nicht alle Inhalte und Daten, weder einzelner Datensätze noch des Thesaurus insgesamt. Nicht sichtbar sind neben den Auswahlvokabularen beispielsweise die Literaturbelege zu einzelnen Bezeichnungen, redaktionelle Anmerkungen oder die im Thesaurus überwiegenden, externen Definitionen, die aus externen Quellen und, wenn möglich, aus der Fachliteratur übernommen werden. Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung sowie neue technische Features des Thesaurus, beispielsweise neue Auszeichnungsformen für historische Bezeichnungen, werden erst mit Verzögerung im Viewer sichtbar werden. Dauerhaft nicht öffentlich einsehbar sind die Anmeldung und interne Redaktionsordner.

Darüber hinaus sind viele Datensätze noch in Bearbeitung und werden erst sukzessive und stufenweise redigiert.

Wo und wie können Vorschläge für neue Begriffe eingereicht werden?

Online-Formular: vorschlagen.historischer-thesaurus.de

Über das Online-Formular können jederzeit und niedrigschwellig unverbindliche Vorschläge und Wünsche für die Aufnahme neuer Sachbegriffe in den „Historischen Thesaurus“ eingereicht werden. Die Berücksichtigung dieser Vorschläge ist abhängig von der redaktionellen Auslastung und Eignung der angemeldeten Kandidaten. Eine gesonderte Bekanntmachung über die Neuaufnahme oder ggf. Ablehnung erfolgt nicht. Für Kooperationsprojekte und eine engere Zusammenarbeit gibt es weitere, ausführlichere Anmeldeformulare. Kontaktieren Sie uns gerne, sollten Sie Fragen, besonders dringende oder absehbar umfangreichere Begriffsbedarfe haben.


Realisation

Der Viewer wurde 2025/2026 realisiert durch die Outermedia GmbH in enger Zusammenarbeit und im Rückgriff auf die Infrastruktur der Vokabularanwendung digiCULT.xTree der digiCULT Verbund eG. Er baut technisch auf der 2023 erfolgten Erstrealisation des Viewers für das Wortnetz Kultur (WNK) des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) auf, in dessen Nachgang der Viewer unter der freien Lizenz CC BY 4.0 offen lizensiert wurde.

Logo der digiCULT Verbund eG